Unsere Imkerei sitzt auf dem Gelände der alten Patent-Papierfabrik Hohenofen, einem technischen Denkmal von 1838 im Naturpark Westhavelland, rund siebzig Kilometer nordwestlich von Berlin. Christoph, gelernter Chemiker, hat die stillgelegte Fabrik gekauft und sie 2003 für 25 Jahre an den Verein Patent-Papierfabrik Hohenofen verpachtet, der sie seitdem erhält. Daneben ist 2007 diese Imkerei entstanden.
Angefangen hat es mit einer alten Frau, die hier geimkert hat. Christoph erzählt es so: der Geruch und dieses ruhige Brummen, das hat ihn nie mehr losgelassen. Bei ihr hat er es gelernt, seit 2012 imkert er hauptberuflich.
Aus dreißig Völkern im Gründungsjahr sind rund fünfhundert Bienenstöcke geworden. Wir arbeiten nach Bioland, und unsere Königinnen ziehen wir selbst, denn eine Imkerei steht und fällt mit den Königinnen.
Unser Jahr folgt den Bienen. Sie machen Honig von Mai bis Juli, und wir erfüllen, was die Biene vorgibt. So entstehen über zwanzig Sortenhonige, von der Robinie bis zu Raritäten wie dem Weißdornhonig von einer Insel, auf der außer Weißdorn nichts wächst.