Fünfunddreißig Waldziegen, jeden Tag von Hand gemolken
Standort
📍 Rüdnitz (Barnim)
Uckermark & Barnim · 16xxx
frisch dabei
Bald von Die Waldziegen
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Über uns
Unser Hof steht in Rüdnitz, gleich hinter Bernau, am äußersten Rand der Berliner Tarifzone C. Das Gehöft ist hundert Jahre alt, wir bewirtschaften es ökologisch. Wir sind hier nicht allein: acht weitere Menschen leben mit uns auf dem Hof, eine Gärtnerei gehört auch dazu. Auf dem Strohhaufen kräht der Hahn, die Katze schleicht um den Heuwagen und macht es sich dann für ein Nickerchen gemütlich. Der Rest gehört den Ziegen.
Fünfunddreißig Waldziegen leben bei uns. Die Rasse ist robust und stammt eigentlich aus Thüringen. Drei bis fünf Geißen decken wir im Jahr, die anderen melken wir durch. Unsere Zicklein dürfen drei Monate lang bei der Mutter trinken, in der konventionellen Ziegenwirtschaft werden sie viel schneller entwöhnt. Wer bei uns alt wird, bleibt, bis er eines natürlichen Todes stirbt. Was geschlachtet wird, verwerten wir ganz, bis hin zur Salami. Da kommt nichts auf den Müll, wir haben die Tiere von klein auf großgezogen.
Gemolken wird einmal am Tag, von Hand. Das hat sogar hygienische Vorteile, denn Melkanlagen für Ziegen sind aufwendig in der Reinigung, da muss man mit chemischen Reinigungsmitteln ran. Im Winter sind wir in einer halben Stunde durch und haben acht Liter, im Sommer dauert es bis zu zwei Stunden und es werden schon mal zwanzig. Im Sommer stehen die Tiere auf der Wiese und fressen Kräuter, im Winter fressen sie Heu von unseren zweiunddreißig gepachteten Hektar. Keine Silage, die wirkt sich ungünstig auf den Geschmack der Milch aus. Dazu bekommen sie Quetschhafer aus der Landwirtschaft nebenan. Von der Trockenheit profitiert vor allem das giftige Jakobskreuzkraut, das jäten wir sorgfältig heraus.
Die Milch verarbeiten wir direkt nach dem Melken weiter, ohne Zwischenkühlung. Erst säuern wir sie mit Milchsäurebakterien an, dann legen wir sie mit Lab dick. Wie lange was davon passiert, entscheidet darüber, was am Ende herauskommt: Frischkäse säuert länger und liegt kürzer dick, beim Feta ist es umgekehrt. Dazu machen wir Joghurt, und über Blauschimmelkäse haben wir zuletzt eine Fortbildung gemacht. Jeden Monat schicken wir Proben ins Labor der Milchwirtschaftlichen Lehr- und Untersuchungsanstalt Oranienburg, damit schwarz auf weiß steht, dass sauber gearbeitet wurde.
Wir sind klein und haben feste Abnehmer, meistens Privatpersonen, und müssen schauen, dass wir mit der Ware überhaupt hinterherkommen. Was im Sommer übrig bleibt, geht in den Bioladen im benachbarten Bernau. Einen Onlineshop hatten wir bisher nie. Wenn du Käse von uns möchtest, schreib uns hier über qweamp, dann sagen wir dir, was gerade fertig ist.
Komm vorbei
Hof besuchen
Wir haben keinen offenen Hofladen und keine festen Zeiten, wir sind zu zweit und melken von Hand. Schreib uns hier über qweamp, dann sagen wir dir, was gerade fertig ist, und wir machen einen Zeitpunkt zum Abholen aus. Unser Hof liegt in der Dorfstraße in Rüdnitz, gleich hinter Bernau, du erkennst ihn am geschnitzten Schild am Tor.