Unsere Obermühle klappert seit über 700 Jahren am Pfefferfließ. 1285 wurde sie zum ersten Mal urkundlich erwähnt, das heutige Mühlengebäude steht seit 1879, und seit 1904 gehört sie unserer Familie: mein Urgroßvater Theodor Weber hat sie damals gekauft. Wir sind kein Mühlenmuseum, sondern ein Betrieb, in dem jeden Tag Getreide zu Mehl gemahlen wird. Angetrieben vom Wasserrad: 3,60 Meter Durchmesser, vierzig Schaufeln, zehn PS.
Vier Generationen Müllermeister hängen bei uns im Treppenaufgang, die Urkunden von 1931, 1959 und 1996. Mein Vater Martin, seit 1959 Müllermeister, macht mit über achtzig noch täglich seine Kontrollgänge. Wir mahlen Bio-Getreide von Landwirten aus der Region, darunter alte Sorten wie Lichtkornroggen und Gelbweizen, die kaum noch jemand anbaut. Unser größter Kunde ist seit über dreißig Jahren die Bio-Bäckerei Fahland in Potsdam. Sie hat meinem Vater sogar ein Brot gewidmet: den Kleinen Martin, 94 Prozent Dinkelmehl und 6 Prozent Roggenvollkornmehl, beides von uns.
Unser zweites Standbein sind die Welsh-Black-Rinder, rund hundert Tiere auf etwa hundert Hektar Weide, das ganze Jahr draußen. Wir sind einer von nur vier Welsh-Black-Züchtern in Brandenburg. Unsere Tiere verbringen ihr ganzes Leben auf der Weide und werden dort auch geschossen, ohne Verladen und ohne Transport zum Schlachthof.
Einen Onlineversand haben wir nicht. Unseren Hofladen öffnen wir nur an ein bis zwei Tagen im Monat. Wer bei uns kaufen möchte, bestellt vor und holt Mehl und Fleisch am Verkaufstag in Gottsdorf ab. Schreib uns einfach hier über qweamp, dann machen wir einen Termin.
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Nächster Verkaufstag: Samstag, 29. August 2026, 10 bis 15 Uhr. Wir verschicken nichts, unseren Hofladen öffnen wir nur an ein bis zwei Tagen im Monat. Bestell vor und hol alles am Verkaufstag bei uns in Gottsdorf ab, dann liegt es bereit. Vor Ort kannst du mit Karte, Google Pay, Apple Pay oder bar zahlen. Schreib uns über qweamp, wenn du Fragen hast.